Marktorientierte Bezugsregulierung (MBR)
Die Marktorientierte Bezugsregulierung (MBR) ist ein Verfahren zur Bestimmung der Liefermenge einer Zeitschrift oder Zeitung, sowie ihrer Verteilung auf die vom Grossisten belieferten Einzelhändler. Das Verfahren ist EDV-gestützt.
Alle Grossisten in Deutschland praktizieren MBR. Dabei sind verschiedene Software-Lösungen im Einsatz.
Der Bezug des Einzelhändlers ergibt sich aus dem zu erwartenden Verkauf, bezeichnet als Verkaufsvorhersage (VH), und dem Verkaufsreservezuschlag.
In der Regel werden mit dem Verfahren der exponentiellen Glättung die Verkäufe der Vergangenheit fortgeschrieben und in die Zukunft extrapoliert. Durch Auswahl eines für den Titel geeigneten Glättungsfaktors wird die Geschwindigkeit des Systems gesteuert.
Im Rahmen des MBR-Verfahrens wird auch festgelegt, wie die Bezüge der Händler zu bemessen sind, die am Ende der Angebotszeit ausverkauft waren. Ebenso bestimmt das System, ab wann Nullverkäufer nicht mehr beliefert werden.
Durch saisonale Einflüsse, Werbemaßnahmen, attraktive Themen und andere, die Auflage beeinflussende Faktoren, stimmt die vom Verlag disponierte Auflage häufig nicht mit der Summe der vom Grossisten errechneten Bezüge aller Einzelhändler überein. In diesen Fällen wird eine Mengenanpassung (MA) vorgenommen.
